B1- Erst die Menschen retten, dann das Feuer löschen

Ein großes Gebäude mit zahlreichen Wohnungen brennt lichterloh: Das ist gerade in der Stadt Essen passiert. Ein Feuerwehrmann erklärt, wie die Einsatzkräfte bei so einem Brand vorgehen.

Mitten in der Nacht bricht ein Feuer aus. Schnell steht das ganze Gebäude in Flammen. Mehr als 120 Menschen fliehen vor dem Brand, einige können sich selber retten, andere werden von Helfern aus dem Haus geholt. In der Stadt Essen im Westen von Deutschland brannte in der Nacht zum Montag ein großes Wohnhaus aus. Zum Glück schafften es alle Bewohnerinnen und Bewohner rechtzeitig raus.

Vor Ort waren rund 150 Feuerwehrleute. Der Feuerwehrmann Frank Hachemer erklärt, wie so ein Einsatz abläuft. „An erster Stelle steht immer, Menschen zu retten.“ Die Feuerwehrleute versuchen etwa über die Rettungswege, zu den Menschen vorzudringen, die sich nicht selbst retten können. Das kann der normale Hauseingang sein, aber auch etwa ein großes Fenster oder ein Balkon. 

„Wenn Menschen vom Balkon aus um Hilfe rufen, dann holen wir die Leiter“, sagt Herr Hachemer. Bis zum zweiten oder dritten Geschoss kann eine tragbare Leiter verwendet werden. Darüber kommt die Drehleiter zum Einsatz. Sie reicht bis in den siebten Stock.

Wichtig ist, dass weder die Feuerwehrleute noch die Menschen im Haus den giftigen Rauch des Brandes einatmen. „Da stecken ganz viele Gifte drin, heutzutage meistens auch Blausäure, weil im Feuer oft Plastik verbrennt, denn das ist überall vorhanden“, sagt Herr Hachemer. „Zwei Atemzüge können reichen, damit man bewusstlos wird.“ Auch bei dem großen Brand in Essen wurden drei Menschen wegen einer Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht.

Sind alle gerettet, geht es ans Löschen. Normalerweise nimmt die Feuerwehr dafür Wasser. Sie versucht, den Strahl genau auf die Flammen zu richten. „Ist das Feuer dann aus, wird mit Wärmebildkameras geschaut, ob in der Wand oder anderen Stellen noch Glutnester sind“, sagt der Experte. Glimmt wirklich nichts mehr, ist der Einsatz vorbei.

Weser Kurier 21.02.22

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